Forschung + Entwicklung

Unser Statiker-Team befasst sich schwerpunktmäßig mit den Forschungsgebieten im Zusammenhang mit dem Thema „Althaussanierung“ und mit dem Themengebiet „Holzbau“, hier im Besonderen mit Verbindungsmitteln.

FORSCHUNGSGEBIET I – ALTHAUSSANIERUNG

Das Thema „Althaussanierung“ wird in Zusammenarbeit mit dem Projektteam der „Wiener Baukultur“ (VCE, Brusatti GmbH, Gassner & Partner, Werkraum Wien – DI Resch + DI Bauer) und einer Dissertation am Institut für Tragwerkslehre der TU Wien (Prof. DDI. Winter / DI Stefanoudakis) durchgeführt. Ziel aller dieser Forschungsarbeiten ist die tatsächliche Tragfähigkeit bzw. das tatsächliche Sicherheitsniveau für den Lastfall Erdbeben zu ergründen.

Unser Team beschäftigt sich hierbei hauptsächlich mit dem Thema „Kräfte, die in den Decken wirken“ und welchen Sinn es macht, die Decken zu revitalisieren und den horizontalen Widerstand zu erhöhen. Die ersten Messungen, die im nachfolgenden PDF kurz angeführt sind, zeigen dass ein horizontaler Widerstand der Deckenfelder existiert. Dieser horizontale Widerstand kann einem liegenden Stahlrahmen äquivalent gesetzt werden.

Das Team h&p wird weitere Untersuchungen zur Findung dieser Schubweichheit durchführen und in Kooperation mit VCE ist geplant, dass die Auswirkungen der Einzelmaßnahmen an den Decken auf die Gesamtstabilität des Gebäudes im Lastfall Erdbeben mittels Schwingungsanalyse an einem Objekt untersucht werden.

Unser Forschungsteam konnte weiters zeigen, dass die Qualität der Gründerzeithäuser in Wien auch darin besteht, dass die Mauerwerkspfeiler mittels Schließen mit den Decken verbunden sind. Die Tragfähigkeit dieser Schließen wird von unserem Partner Herr DI Stefanoudakis im Rahmen seiner Dissertation untersucht werden. Festgestellt werden konnte jedenfalls, dass im Bestand die Verschließungen der Mauerwerkspfeiler zwischen straßenseitiger und hofseitiger Außenwand durchgängig vorhanden sind. Die Tragwirkung entspricht einem liegenden Zugband bzw. wird das Gebäude i. R. zusammengehalten.

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FORSCHUNGSGEBIET II – Holzbauverbindungsmittel

Die unaufschiebbare Einführung des Eurocodes 5 (Holzbau) hat für die Bemessung im Besonderen für den Bereich der Verbindungsmittel große mathematische Aufgaben für die Ingenieurkonsulenten und das Gewerk der Zimmermeister gebracht. Im EN 1995-1-1 ist die Berechnung der stiftförmigen Verbindungsmittel in verschiedene Versagenskategorien strukturiert. Die Theorie nach Jansen wurde „verformelt“ und ist in dieser, in der Norm angeführten Form, für eine händische Berechnung nicht geeignet.

Das Ingenieurteam der h&p versucht gerade eine, für eine händische Bemessung geeignete, Abschätzung zu entwickeln, die einen Genauigkeitsanspruch von 10% auf die Jansen-Theorie hat und die es erlaubt, mit einem einfachen Algorithmus und einer Bemessungstabelle für den Regelfall einer Verbindung in Holzqualität C24, eine schnelle und zuverlässige Bemessung und Ausrichtung der Verbindungsmittelanzahl durchzuführen.

Der Status 2012 ist, dass für Dübel besonderer Bauart und stiftförmige Verbindungen für Holz-Holz sowie Holz mit Seitenlaschen Stahl Bemessungstabellen entwickelt wurden.

Es ist geplant den gesamten Algorithmus demnächst auf die Homepage zu platzieren. Sollten Sie Interesse an so einer Entwicklung oder an diesen Bemessungstabellen haben, geben Sie uns ein Signal, dass uns zusätzlich motiviert noch schneller an diesem Thema zu arbeiten.

Als Querverweis seien die Vorlesungsunterlagen für Holzbau 1 – Bauingenieure, FH Campus Wien bzw. TU Wien angeführt. > zu den Lehre Skripten.